Faszien

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Ganz schön elastisch - Fasziales Training


Beim faszialen Training werden nicht nur einzelne Muskeln, sondern der ganze Körper trainiert. Denn die Faszien (lat.: fascia für „Band“) sind ein feines, elastisches dreidimensionales Netzwerk, das alles verbindet: Jeden Muskel, jeden Knochen, die Organe und Nerven. Das eigenständige Netzwerk schützt den Körper, indem es ihn bei der Abwehr von Krankheitserregern und Infektionen sowie beim Heilungsprozess nach Verletzungen unterstützt, formt ihn und beeinflusst Immunsystem und Psyche. Letzteres hat eine entscheidende Wirkung: Da Faszien von zahlreichen Nervenenden durchsetzt sind, beeinflussen sie lebenswichtige Funktionen wie Atmung, Verdauung und Organe, über die wir selbst keine bewusste Kontrolle haben. Stehen unsere Faszien unter Spannung fühlen wir uns gestresst. Andersherum senkt eine innere Gelassenheit unsere Körperspannung – Faszien sind also auch ein Sinnesorgan.

Faszien beeinflussen...
die Muskulatur, weil sie die Muskelkraft im Körper übertragen
die Bewegung, weil sie für Geschmeidigkeit sorgen
die Haltung, weil sie Körperwahrnehmung vermitteln
die Schmerzen, weil sie diese lokalisieren

Elastische Faszien für mehr Beweglichkeit

Faszien sind in drei Schichten unterteilt: die oberflächlichen Faszien bestehen aus lockerem Binde- und Fettgewebe. Sie befinden sich am Nacken und über dem Brustbein und umschließen Organe, Drüsen sowie neurovaskuläre Leitbahnen, sprich das Funktionssystem der Nerven und Blutgefäße. Die tiefen Faszien sind dichte Bindegewebsstrukturen, die Muskeln, Knochen, Knorpel, Nervenbahnen und Blutgefäße umfassen. Die viszeralen Faszien umgeben die inneren Organe und betten die Eingeweide ein. Jede dieser Schichten ist unterschiedlich stark gespannt.

Während die oberflächlichen Faszien dehnbar sind, sind die tiefen und viszeralen Faszien fest.

Je elastischer Faszien sind, desto besser ist unsere menschliche Gesamtbeweglichkeit. Die Struktur der Faszien wird oft mit der eines Schwammes verglichen, der entweder trocken und porös oder feucht und elastisch sein kann.

Durch psychischen Stress, falsche Bewegungen und Bewegungsmangel verkürzt oder verklebt das Netzwerk. Die Dehnbarkeit nimmt ab, unsere Muskeln und Gelenke werden starr und unbeweglich – eine schmerzhafte Angelegenheit.Laut einer Studie des New England Journal of Medicine sind Verletzungen und Verklebungen in den Faszien eine viel häufigere Ursache für Rückenschmerzen als ein Bandscheibenvorfall.